Darmgesundheit & Fütterung beim Hund

Im Hause Giebel wird gebraft!
Im Hause Giebel wird gebraft!

Beim Thema Immunsystem darf natürlich auch der Hund nicht fehlen. Unser 'Hundemann' Andreas Sticka hat sich mit Tierarzt Dr. Rainer Giebel getroffen, um Fragen zum Thema Fütterung, Darmgesundheit und Immunsystem näher zu ergründen.

 

Rainer, Darm und und Immunsystem hängen eng zusammen. Wie sieht das beim Hund aus?

Wie bei allen Fleischfressern ist auch beim Hund der Darm kürzer als bei Pflanzenfresser. Aber auch hier haben die Bakterien im Darm die sehr wichtige Aufgabe den Nahrungsbrei aufzuschließen, um so die lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen zu können. Darüber hinaus bilden gewisse Bakterien erst die Vitamine B6 und B12. Der Darm erfüllt somit auch beim Hund eine sehr wichtige Funktion innerhalb des Immunsystems. Man kann sagen, dass er für das Funktionieren des Immunsystems einen Großteil der Verantwortung trägt.

Wie hängt die Darmgesundheit mit der Fütterung zusammen?

 

Der Zusammenhang ist ein sehr enger. Wichtig ist vor allem die Qualität des Futters. Barfen mit hochwertigem Fleisch bzw. Innereien ist für den Hund sehr gesund. Das Gemüse sollte beim Barfen sehr klein zerrieben sein. Hintergrund ist, dass der Hund eigentlich den Darm des erlegten Tieres mit dem darin enthaltenen vorverdauten Gemüse frisst. Durch das Zerreiben der Gemüseportion wird sichergestellt, dass der Hund die Gemüseportion auch verwerten kann. Nichts desto trotz kann hochwertiges Fertigfutter beispielsweise für den Urlaub oder bei Krankheit eine gute und gesunde Alternative darstellen. Wichtig ist darüber hinaus, dass der Hund mit z. B. Fallobst und Beeren in Kontakt kommt. Dabei steht nicht der Gesundheitsfaktor der Nahrung selbst im Vordergrund sondern die Tatsache, dass der Hund so mit vielen unterschiedlichen Bakterien in Berührung kommt. Ähnlich verhält es sich, wenn der Hund am Kot anderer Tiere schnüffelt. Nichts ist schädlicher für das Haustier als eine sterile Umgebung, denn dies fördert nachgewiesener Maßen Allergien.

Gibt es da rassespezifische Unterschiede?

Die Hunderassen sind einer sehr großen Spreizung unterlegen, wie sie in der Natur eigentlich nicht oder nur sehr selten vorkommt. Von sehr kleinen Hunden bis hin zu sehr großen Rassen ist durchaus ein Faktor von 100 möglich. Dennoch ist ein Hund ein Hund. Man kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass es zwar eine generelle Tendenz hin zu mehr Allergien und Darmproblemen gibt, aber gewisse Hunderassen mehr betroffen sein können. So haben beispielsweise Schäferhunde eher Hautallergien. Da es hierzu jedoch keine Studien gibt, ist eine allgemeingültige Aussage nicht möglich.

 

Was kann dazu führen, dass das Immunsystem des Hundes gestört ist?

 

Neben schlechter Futterqualität, egal ob schlechtes Trockenfutter oder schlechte Fleischqualität beim Barfen, können unterschiedliche Einflussfaktoren das Immunsystem schwächen. Oftmals ist beispielsweise Parasitenbefall daran Schuld, dass es dem Hund nicht gut geht. Das kann von Flöhen als Bandwurmübterträger bis hin zu Parasiten gehen, die sich der Hund z. B. beim Urlaub mit Herrchen und Frauchen am Mittelmeer eingefangen hat. Darüber hinaus können auch alle Arten von stressinduzierten Faktoren, wie z. B. schlechte Haltungsbedingungen oder Umzug, das Immunsystem schwächen. Die Einflussfaktoren auf das Immunsystem sind sehr heterogen und somit leider auch jene Faktoren, die für eine Schwächung des Immunsystems verantwortlich sind.

 Das Immunsystem stärken ist ein Schlagwort, aber wie kann man es gezielt aufbauen?

 

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten das Immunsystem zu stärken. Ganz allgemein beginnt es mit ausreichend und regelmäßig Bewegung an der frischen Luft,  und geht bis hin zu darmpflegenden Produkten wie Galapo. Dieser Bereich hält ganz nebenbei auch das Immunsystem von Herrchen und Frauchen fit. Sollte der Hund jedoch eine krankheitsinduzierte Vorgeschichte aufweisen, so kann man zusätzlich mit speziellen Pflanzen gewisse Bereiche stärken – z. B. die positiven Auswirkungen der Artischocke auf die Leber nützen oder über Impfungen nachdenken.

 

Dipl. Tzt. Mag Rainer Giebl steht allen Hundebesitzern für Fragen rund um die gesunde Hundeernährung (auch BARF!)  in seiner Praxis in Pressbaum zur Verfügung. 

 

Abweiden - so geht's richtig

Der Spätsommer hat dieses Jahr schnell in herbstliche Temperaturen umgeschlagen. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich noch viele Pferde auf den Weiden – doch gerade im Herbst gilt es ähnliche Regeln zu beachten, wie im Frühjahr. Mit dem richtigen Weidemanagement schont man seine Weiden und die Pferde. Denn wie auch im Frühling, darf die Umstellung von reiner Gras auf reine Heufütterung nicht abrupt erfolgen. Der Pferdedarm ist empfindlich auf Futterumstellung und muss sich langsam an die höheren Rauhfuttermengen gewöhnen.

 

  • Pferde sind vor dem Weidegang mit Heu zu versorgen, werden Pferde von reiner Grashaltung umgestellt, schafft man diesen Übergang mit langsamen anfüttern von steigenden Heumengen
  • Pferde erst auf die Grünflächen lassen, wenn der Tau getrocknet ist und vor Sonnenuntergang runterholen
  •  Die reduzierte Weidezeit wird zur Heu-Zeit

So werden die Weideflächen geschont ebenso wie die aufgrund der erhöhten Fruktangehalte weniger geeigneten Gräser vermieden.

Im Idealfall wurde eine Weide als Herbstweide vorbereitet, das heißt diese hat noch einen guten Gräserstand. Solch eine Weide kann in kleinen Gruppen, parzelliert gleichmässig abgweidet werden.

 

Bei Regen sind Grünflächen in der kühlen Jahreszeit schonend zu beweiden, da die Gräser wesentlich langsamer nachwachsen und so die Flächen rascher abgegrast werden. Geringe Bestandsdichte auf großen Flächen sind hier von Vorteil.
Fallobstwiesen müssen vom Obst ‚befreit‘ werden. Regelmäßiges Absammeln ist notwendig, insbesondere wenn bereits Nachtfrost auftritt.

 

Die Umstellung von Grün- auf Rauhfutter bringt auch eine Veränderung der Nährstoffzusammensetzung mit sich. Zum Beispiel fehlen die wertvollen Omega 3 Fettsäuren aus dem Futter. Diese können mit der Gabe von Saaten wie etwas Leinsamen ersetzt werden. Auch beim Mineralfutter sind Anpassungen vorzunehmen, je nachdem, welches Krippenfutter beigeben wird. Es ist nicht sinnvoll, das ganze Jahr ungeachtet dessen, ob die Pferde vermehrt Heu oder Gras fressen dasselbe Mineralfutter zu verwenden. Wenn ihr zum Thema Abweiden und Fütterung Fragen habt,  könnt ihr uns gerne eine Email schreiben!

Schulbeginn: So unterstütze ich das Immunsystem meines Kindes

'Der Winter kommt' - doch mit der richtigen Strategie müssen sich die Schnupfenviren warm anziehen. So starten Kinder fit ins neue Schuljahr

 

Jedes Kinderleben ist von einem einschneidenden Ereignis geprägt: Ferienende und Schulanfang. Adieu Laissez faire und hallo Lehrplan. Eine sehr aufregende Zeit für Kinder und Eltern beginnt. Ob erster Schultag, neue Klassenkollegen und Lehrer oder gar eine neue Schule - in jedem Fall hat diese Zeit ihre Auswirkung auf die Kinder. Dazu kommt oft das schon recht herbstliche Wetter mit Regen und kühleren Temperaturen.

 

 

 

Es währt nicht lange und die ersten Erkältungswellen erreichen die Schulhäuser und Kindergärten - es ist Zeit sein Immunsystem auf Vordermann zu bringen.

Der Schulbeginn ist eine sehr stressige Zeit für Kinder und Eltern. Doch nicht nur die Umstellungszeit, auch der Schulalltag fordert seinen Tribut. Vollgepackte Lehrpläne, Leistungsdruck und Freizeitstress wirken sich langfristig aus.  „Es gibt eine wechselseitige Beeinflussung von Zentralnervensystem, Psyche und Immunsystem“, erläutert Prof. Norbert Müller von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. „Dies bedeutet, dass sich die seelische Verfassung eines Menschen auf seine Immunabwehr auswirkt. Wer unter chronischem Stress leidet, ist deshalb häufig anfällig für Infektionen. Auf der anderen Seite können körperliche Erkrankungen aber auch zu psychischen Krankheitssymptomen führen.“ (1)

 

Kinder sind noch 'Under Construction'

 

Wir vergessen häufig, dass Kinder sich immer noch im körperlichen und mentalen Wachstum befinden. Das hat Auswirkungen auf die körperliche und psychische Ebene, die auch miteinander korrelieren. Wir müssen uns vor Augen führen, dass heranwachsende Kinder in vielen Bereichen stärker gefordert sind, als Erwachsene. Wir Erwachsene, essen was wir brauchen, um unsere täglichen Aufgaben erfüllen zu können. Kinder aber müssen über ihren täglichen Energiezufuhr ihre schulischen Leistungen bringen und gleichzeitig wachsen - hier entsteht ein besonders Bedürfnis, sich mit den essentiellen Nährstoffen - Vitaminen, Mineralstoffen, Fettsäuren und Aminosäuren zu versorgen. Wenn man den rein körperlichen Aspekt betrachtet, ist es vor allem die richtige Ernährung, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des kindlichen Körpers, Gehirns und Immunsystems bestimmt. 

 

Somit haben wir Stress und Ernährung als wesentlich beeinflussende Faktoren für ein gut funktionierendes Immunsystem identifiziert. Die tägliche Zuführung der richtigen Menge an essentiellen Nährstoffen ist wichtig, denn sie sind für den menschlichen Organismus lebensnotwendig. 

 

Diese Nährstoffe sind: 

Vitamine: A, D (teilweise Eigensynthese), E, K, C, B1, B2, B6, B12, Biotin, Panthothensäure, Niacin

Mineralstoffe: Calcium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel

Spurenelemente: Cobald, Eisen, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Silicium, Zink

Aminosäuren (Eiweißbausteine): Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin

Fettsäuren (Bausteine von Fetten): Linolsäure (Omega-6-Fettsäure), Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) (2)

 

Echte Lebensmittel essen

 

Für ein starkes, gut funktionierendes Immunsystem, ist es wichtig 'echte', frische Lebensmittel zu verwenden. Industriell vorgefertigtes Essen sollte vermieden werden. Auch ist die Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten bei einer ausgewogenen Ernährung in der Regel nicht notwendig,  außer es wird speziell vom Arzt verordnet. "Die Immun-unterstützende Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln ist immer kritisch zu betrachten, Vitamine wie A, C und D sowie Mineralstoffe wie Zink spielen eine wesentliche Rolle in der Funktion unseres Immunsystems. Das bedeutet aber nicht, dass das Immunsystem besser wird, nur weil wenn man mehr Mineralstoffe nimmt. Sie kommen in einer ausgewogenen Ernährung in ausreichenden Mengen vor. (2)

Obst und Gemüse, Geflügel, Fleisch und Fisch, vollwertige Getreide, Hülsenfrüchte, Eier und Nüsse sowie hochwertige Öle sollten Bestandteil einer täglichen Ernärhung sein. Besonders wichtig sind die essentiellen Fettsäuren - Omega 3 und Omega 6, die im richtigen Verhältnis stehen müssen. "Es ist kein Zufall, dass jene Nahrungsmittel, die reich an essentiellen Fettsäuren sind, auch reich an den mit ihnen korrespondierenden Nährstoffen sind. So sind Nüsse, Saaten und Bohnen sehr gute Quellen für Magnesium, Kupfer, Zink, Vitamin E und B-6. Meeresfrüchte sind reich an Mineralstoffen, dazu frisches Gemüse, reich an Vitamin A und C - schon haben wir ein ausgewogenes Essen." (aus Dr. Leo Galland, Superimunity for Kids) (3)  Verzichten sie auf gesüßte Getränke und geben Sie ihrem Kind Wasser, Süßigkeiten Pommes und Chips sollten nicht am täglichen Essplan stehen. 

 

 

Bild: Michael de Forge für NPR, Quelle http://www.npr.org
Bild: Michael de Forge für NPR, Quelle http://www.npr.org

 

Darmflora pflegen

 

Die Darmflora ist eine komplexe Gemeinschaft von Mirkoorganismen im Darm. Da der Darm in seiner Funktion als Schutzbarriere zur 'Außenwelt' eine wichtige Funktion in der Immunabwehr übernimmt, ist es wichtig, diese Darmflora auch intakt zu halten, denn ein gesundes Gleichgewicht der Darmflora ist ausschlaggebend für eine gute Gesundheit. (4) Falsche Ernährung und Stress sind auch hier unter anderem beeinflussende Faktoren, ebenso wie Antibiotikas, Nahrungsszusatzstoffe oder Pestizide. 

 

Mikroben in und auf unserem Körper schützen uns vor Pathogenen (Krankheitserregern) auf unterschiedlichen Ebenen, erklärt der Molekular Immunologe Liam O’Mahony. Zum einen, weil sie bereits vor Ort sind - also schlichtweg den Platz belegen und somit Krankheitserregern keine Chance geben sich zu verbreiten. Außerdem scheiden sie antimikrobielle Stoffe aus, die potentielle Erreger zerstören. Die Mikroorganismen sind auch an den Entzündungssignalen beteiligt, die unser Immunsystem aussendet - etwa das typische Gefühl des 'Krankseins' das wir empfinden, wenn unser Immunsystem reagiert. (5)

Auf natürliche Weise wird der Darm über hochwertige, ballastoffreiche echte Nahrungsmittel sowie probiotische Lebensmittel wie Yoghurt oder fermentierte Gemüse auf Vordermann gebracht. 

 

Stress vermeiden

 

Was kann man nun gegen Schulstress tun? Zum einen ist es wichtig, den Kindern ein geborgenes Umfeld zu bieten. Das Bewusstsein, dass man es zu Hause Gut hat, dass man zu Hause immer ein offenes Ohr für Probleme findet, kann bereits viel Gutes bewirken. Selbstverständlich reicht manchmal das offene Ohr nicht und die Eltern müssen den Kindern Unterstützung bei der Lösung der Probleme bieten. Das bedeutet nicht, dass man die Probleme für die Kinder löst aber manchmal ist ein Lösen der Probleme mit den Kindern angesagt.

 

Weniger Freizeitstress: Gerne packen Eltern (und manchmal auch Kinder selbst) die Freizeit voll mit nützlichen Aktivitäten – vom Musikunterricht bis hin zu sportlichen Aktivitäten wie Tennis oder Fußball ist alles dabei. Ja, Abwechslung tut gut aber das Kind benötigt ebenso Regenerationszeiten. Ein vollgepackter Freizeitkalender inklusive Hetzen von einem Termin zum nächsten erzeugt jedoch höchsten Stress und nimmt diesen nicht.

 

Bewegung an der frischen Luft: Zum einen wird beim Spielen oder Sporteln im freien 'Dampf' abgelassen. Unsere Kinder sitzen viel und schleppen oft schwere Schultaschen.  Bewegung an frischer Luft, richtig gekleidet auch bei schlechtem Wetter hilft dabei, Stress abzubauen und danach gehen auch die Hausaufgaben wieder leichter von der Hand. Außerdem ist der Kontakt mit Keimen Training fürs Immunsystem. Die körpereigene Abwehr entwickelt sich dadurch, dass sie mit potenziellen Erregern konfrontiert wird und lernt, dagegen Antikörper zu bilden.

 

 

(1) Prof. Norbert Müller von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/

(2) Biochemie der Ernährung, K. Lang, S9

(3),(4) Prof. Charles Bangham Faculty of Medicine, Chair of Immunology in The Guardian Science 2016

(5) Liam O’Mahony, the Swiss Institute of Allergy and Asthma Research in Davos in The Guardian Science 2016

 

Immunsystem: Der innere Schutzschild deines Pferdes

Immunis lat. = geschützt sein gegen gewisse Bedingungen

 

Der Herbst ist da und es ist in aller Munde: das Immunsystem. Jeder spricht davon, aber (fast) keiner weiß so wirklich was es ist und wie es funktioniert. Wie ein Smartphone – jeder will eins, aber keiner schaut rein, um zu sehen, was dahinter steckt. Und weil es so toll ist wollen wir es natürlich auch pflegen und unterstützen – aber müssen wir das überhaupt, und am besten wie?

 

Immunsystem 1x1

Als Immunsystem bezeichnen wir das gesamte Abwehr System des Körpers gegen Krankheitserreger (=Pathogene).

 

 

Die Immunbiologie unterscheidet folgende Komponenten:

 

 

1. Barriere = Allgemeine Abwehr dazu gehören Fell, Haut, Flimmerepithel, Magensäure, Darmflora, Zersetzungsenzyme

2. Barriere = Zelluläre Abwehr (Zellen in Blutkreislauf und Lymphe wie Leukozyten, Makrophagen oder NK-Zellen, Zersetzungsenzyme)

3. Barriere = Humorale Abwehr (Plasmaproteine) wie Antikörper, Zersetzungsenzyme, Inteferone[1]

 

Es ist ein sehr komplexes System. Wenn alles im Körper ‚rund‘ läuft, dann funktioniert es gut. Doch bei wie vielen Pferden läuft heut zu Tage schon alles ‚rund‘? Viele Faktoren können das Immunsystem negativ beeinflussen und wenn das passiert, wird das Pferd krank. Fast immer findet sich die Ursache des Problems in einem oder mehreren der der folgenden drei Schlüsselelemente für das Immunsystem: Stress, Fütterung und Alter.[2] Hat ein Pferd Stress, fehlen ihm wichtige Nährstoffe oder ist es alt, dann funktioniert das Immunsystem nicht optimal und der Körper ist unzureichend vor eindringenden Krankheitserregern geschützt.

 

Das Verteidungssystem des Pferdes

Der amerikanische Veterinär Immunologe Ian Tizard[3]  vergleicht in seinem Buch ‚Veterinary Immunology‘ das Immunsystem mit einem totalitären Polizeistaat, in dem nur jene Bürger bleiben dürfen, die sich den Regeln entsprechend benehmen. „Zu einem Polizeistaat gehören Grenz- und Polizeikontrollen, die die Bevölkerung überwachen und jeden eliminieren, der nicht gehorcht. Auch Prozesse zur Identifizierung von ‚Eindringlingen‘ sind typisch für totalitäre Systeme“, schreibt Tizard  – genau so arbeitet das Immunsystem.

 

Außengrenzen

Die erste Schutzbarriere des Pferdes sind Fell, Haut, Schleimhäute, Tränen, Speichel, Magensäure und Darmflora.  Sie sind die Kontaktflächen zur Außenwelt und sollen Krankheitserreger davon abhalten, in den Organismus einzudringen. Sind sie in irgendeiner Form beschädigt, kann dies Einfluss auf die Gesundheit des Pferdes haben. Somit spielt die richtige Pflege dieser Schranken in der Gesunderhaltung des Pferdes eine große Rolle. Und wir meinen damit sicher nicht dass ihr euer Pferd besonders gut putzen sollt. Nein, das Pferd erhält seine Haut und das Fell über Fütterung und Haltung gesund. Dasselbe trifft auch auf die Schleimhäute und den Darm zu. Die richtigen Nährstoffe, viel Zeit im Freien, bei jedem Wetter, die Möglichkeit sich zu Wälzen, gute, nicht von Ammoniak, Schimmel oder Staub belastete Luft sind beeinflussende äußere Faktoren. Natürlich ist es hilfreich, wenn nicht zusätzlich laufend chemische, nicht an die Pferdhaut angepasste Pflegeprodukte verwendet werden.

 

Fangen und Zerstören – zelluläre Abwehr

Sollten es die Krankheitserreger doch hinter die erste Verteidigungslinie geschafft haben, verfügt der Körper über ein ausgeklügeltes inneres Abwehrsystem. Dieses ‚Fangsystem‘ des Körpers besteht aus Zellen, die Fremdkörper binden, aufnehmen und zerstören können. In anderen Worten: die ‚Eindringlinge‘ werden aufgefressen. Zum zellulären Immunsystem gehören spezialisierte Immunzellen, die entweder frei beweglich (z.B. im Blut) oder ortsständig in den verschiedenen Geweben vorkommen. Die Immunantwort des Pferdes ist die Aufgabe der Lymphozyten. Diese kleinen runden weißen Blutkörperchen sind vorherrschend in Organen wie Milz, Lymphknoten, Peyersche Drüsen und Thymusdrüse. Dort werden die die Lymphozyten gebildet. Sie sind im ganzen Körper in Blut und Lymphbahnen verteilt, wo sie Krankheitserreger erkennen und herausfiltern. [4]

 

Die Eindringlinge bekämpfen – Antikörperbildung

Antikörper sind spezielle Proteine, die im Blutplasma gebildet werden und mit den Antigenen reagieren um diese zu eliminieren. Dazu muss der Körper aber zuerst einmal bemerken, dass er ‚attackiert‘ wird und den Angreifer erkennen. Ist der Feind identifiziert, schreitet das Immunsystem zum Gegenangriff.  Sehr wichtig ist auch die Erinnerungsfähigkeit des Immunsystems, damit in Zukunft schneller auf dasselbe Antigen reagiert wird. „In unserem Polizeistaat wird über den Angreifer eine Akte angelegt“, so Tizard.

 

Das Immunsystem des Pferdes ist also mit der komplexen Aufgabe konfrontiert, seinen Körper täglich mit den notwendigen Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen und dabei ständig potentielle gefährliche Organismen wie Bakterien, Parasiten und Viren zu bekämpfen. Außerdem muss der Körper seine eigenen Zellen als ‘Nicht-Eindringling’ erkennen – wenn dieser Mechanismus nicht funktioniert, dann leidet das Tier unter einer Autoimmunerkrankung.

 

Der Pferdedarm – Schutzzentrale des Körpers

Das Pferd hat einen im Vergleich zu anderen Säugetieren wesentlich größeren aufsteigenden Dickdarm (großes Colon) und Blinddarm (Cecum). Dieser riesige Darmtrakt ist von einem komplexen System aus tausenden Lymphgefäßen und -knoten[5] durchzogen (Peyersche Drüsen).  Dieses wichtige Rad im Lymphsystem macht rund 80% der Lymphknoten aus und produziert somit die meisten Antikörper im gesamten System des Pferdes. Diese Abwehrzellen sitzen in der Darmschleimhaut[6]. Somit ist der Darm ein äußerst wichtiger Teil des Immunabwehrsystems. Seine Innenfläche ist die größte Berührungsfläche mit Keimen aus der ‚Außenwelt‘.

 

 

Sowohl junge, als auch ältere Pferde haben ein sehr empfindliches Immunsystem. Fohlen werden mit einem unreifen Immunsystem geboren und bauen dieses erst langsam über das Cholostrum (Biestmilch) auf. Auch die Darmflora bildet sich in den ersten Lebenswochen heran, dazu frisst das Fohlen den Kot der Mutter. Das Keimumfeld, die Gesundheit der Mutter, Haltung und Fütterung spielen daher eine sehr große Rolle für die Ausbildung eines stabilen Immunsystems. Bei Älteren Pferden wirkt sich der Alterungsprozess ebenfalls auf den Stoffwechsel und das Immunsystem aus.

 

 

Was bringt das System aus dem Gleichgewicht?

Stress, Ernährung und Alter sind jene Faktoren, die das delikate und komplexe Immunsystem unserer Pferde am stärksten beeinflussen.

 

Stress

Wir unterscheiden physischen und psychischen Stress. Trennung eines Fohlens von der Mutter, oder ein ungewohnter Transport, Stallwechsel – all diese Situationen bedeuten mentalen Stress für ein Pferd. Physischer Stress kann beispielsweise von einer Verletzung oder durch körperliche Überanstrengung verursacht werden. Was passiert dabei im Körper? Andauernder Stress verursacht das Absinken von bestimmten Substanzen im Immunsystem, die der Abwehr von Krankheitserregern dienen. Außerdem werden Stresshormone ausgeschüttet, die die Immunantwort unterdrücken[7], das innere Schutzschild wird geschwächt.

 

Mangelernährung

Fehlen wichtige Nährstoffe, beeinflusst dies die Zellproduktion negativ. Somit kann auch ein wohlernährtes Pferd unter Mangelernährung leiden – wenn ihm die notwendigen Mikromineralien wie Zink, Kupfer, Kobalt, Selen und Magnesium und Makromineralien wie Calcium, Phosphor und Magnesium fehlen. Unter den Mikromineralien steht vor allem Zink im Vordergrund. Zink ist äußerst wichtig für den Aufbau der Darmschleimhaut und der Haut und ist in wesentlichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Ein Mangel an Zink wirkt sich auch negativ auf die Bildung von weißen Blutkörperchen aus.[8] Bevor man allerdings in den Mineralstoffhaushalt des Pferdes eingreift, muss man sich der unterschiedlichen Wechselwirkungen bewusst sein, so zum Beispiel die Calcium-Phosphor oder die Zink-Kupfer Ratio.[9] Man sollte es sich zu Gewohnheit machen, jedes Mineralstoffmittel genau auf seine Mineralstoffkonzentration zu überprüfen (Zusammensetzung lesen!) und dann erst eine Kaufentscheidung abgestimmt auf die aktuelle Situation zu treffen.

 

Wichtig ist die Versorgung mit hochwertigen Nährstoffen aus den richtigen, pferdegerechten Futtermitteln und hochwertigen Zusatzfuttermitteln, wenn die Notwendigkeit zu diesen besteht.  Die Ausgewogenheit zwischen Rauhfutter- und Kraftfuttermengen, gemessen am individuellen Energieverbrauch ist wichtig für eine intakte Darmflora und Darmschleimhaut. Mit Schadstoffen verseuchte oder nicht geeignete Futtermittel (z.B. solche, die schwer verdauliche Stärke oder zu viel Zucker enthalten) schwächen das Immunsystem auf Dauer. Es entstehen langfristige Schäden an den Entgiftungsorganen wie Leber oder Niere, der Darmflora oder den Atemwegen. Hochwertige, schimmelpilzfreie, bevorzugt nicht industriell aufbereitete Grundfuttermittel weisen einen höheren Nährstoffgehalt auf und belasten den Stoffwechsel nicht – auch das Pferd ist, was es frisst. 

 

Alter

Sowohl junge, als auch ältere Pferde haben ein sehr empfindliches Immunsystem. Fohlen werden mit einem unreifen Immunsystem geboren und bauen dieses erst langsam über das Cholostrum (Biestmilch) auf. Auch die Darmflora bildet sich in den ersten Lebenswochen heran, dazu frisst das Fohlen den Kot der Mutter. Das Keimumfeld, die Gesundheit der Mutter, Haltung und Fütterung spielen daher eine sehr große Rolle für die Ausbildung eines stabilen Immunsystems. Bei Älteren Pferden wirkt sich der Alterungsprozess ebenfalls auf den Stoffwechsel und das Immunsystem aus.

 

Das Immunsystem schützen – was bedeutet das?

Es ist in der Tat sinnvoll, das Immunsystem des Pferdes zu unterstützen. Doch der Griff zu irgendwelchen Futtergänzungsmitteln oder Mineralfuttermitteln alleine wird uns dem Ziel nicht näherbringen. Wir müssen alle Faktoren des komplexen Systems betrachten und vor allem für die richtigen Grundvoraussetzungen punkto Haltung & Fütterung sowie Management des Pferdes sorgen.

Das Immunsystem fit halten - so geht's:

Der einfachste Weg ist es, gute Rahmenbedingungen für das Pferd zu schaffen:

 

Haltung

  • Genügend Auslauf & Bewegung: das Bewegungstier Pferd würde sich in freier Wildbahn durchschnittlich 40km am Tag fortbewegen
  • Bei jedem Wetter – der Organismus muss auch immer wieder extremeren Wettersituationen ausgesetzt sein, damit das Immunsystem gefordert wird. Dies gilt sowohl für das Boxenpferd, als auch für den Offenstallkollegen, denn ein Offenstall garantiert nicht zwangsläufig genügend Bewegung.Gut belüftete Ställe, kein Staub, Schimmel oder Ammoniak in der Atemluft
  • Streßvermeidung durch Management des Pferdes: Pferde wollen Routinen, die ihren Tagesablauf strukturieren. Abrupte Veränderungen wie ein Umzug, ungewohnte Transporte oder eine zu große, inhomogene Herde bedeutet Stress.
  • Ruhephasen: Es gibt Pferde, denen es besser tut, sie sind über Nacht in einer Box, weil sie sonst nicht zur Ruhe kommen (betrifft ranghohe und rangniedrige Tiere) - auch ein Sportpferd braucht Ruhephasen, in denen es nicht mit anderen um Rauhfutter streiten möchte
  • Fellpflege: Waschen & Sprühen mit Sinn und Maß – bei häufigen Wäschen Produkte verwenden, die die Mikroflora der Haut nicht zerstören

Fütterung

  • Die Darmflora und den Stoffwechsel des Pferdes gesund halten durch
  • Ausschließlich qualitativ hochwertiges Heu und Stroh verfüttern (aufpassen auf Schadstoffbelastung, hinterfragen woher das Rauhfutter kommt)
  • Darauf achten, dass die Pferde keine langen Rauhfutter-Fresspausen haben (nicht länger als 4h Stunden am Stück) -dh Heu muss mehr oder weniger dauerhaft oder auf viele Rationen verteilt zur Verfügung stehen
  •  Zu lange Fresspausen und minderwertiges Rauhfutter resultiert in gravierenden Problemen des Verdauungstraktes und des Stoffwechsels, ebenso wieder Einsatz von ungeeigneten Futtermitteln (schwerverdauliche Stärke, zu viel Zucker, Schadstoffbelastung)
  • Viele Pferde benötigen kein oder wenig Kraftfutter. Der Hafer hat jedoch bereits in sehr geringen Mengen einen hohen ernährungsphysiologischen Wert, da er sehr viele wertvolle Inhaltsstoffe enthält. Hafer ist das für Pferde leichtverdaulichste Getreide (80% Stärkeverdaulichkeit – Gerste liegt hier bei 26% und Mais bei 29%)[10] und enthält wenig Kleber-Eiweisse, wenig Zucker (alle anderen wie Mais, Gerste wesentlich mehr Zucker -> Insulinspiegel), zudem enthält Hafer eine Reihe von wichtigen Inhaltstoffen wie B-Vitamine, Schleimstoffe, Zink, Magnesium, Silicium, Beta Glucane (Ballastoffe), Folsäure, Eisen, Vit K, Phosphor, Kalium - LYSIN (wichtig fürs Immunsystem, Aminosäure), Haferöl
  • Es gibt viele Pferde, die sehr wohl Kraftfutter benötigen und da hat sich Hafer seit Jahrhunderten bewährt gemacht - viele der beliebten getreidefreien und haferfreien Müslimixturen sind voll mit ungeeigneten Futtermitteln, hier sinnvoll entscheiden
  • Die Weide: Pferd nur auf pferdetauglichen Weiden (keine Hochleistungsweiden, keine zu kurz abgefressenen weiden etc.) grasen lassen, sorgfältiges An- und Abweiden
  • Die Inhaltsangaben und Zusammensetzungen von diversen Futtermitteln immer genau durchlesen und überlegen, ob das für das Pferd überhaupt sinnvoll ist
  • Die Futtermittel aufeinander abstimmen, immer die Gesamtration im Auge haben, nur hochwertige Mineralfuttermittel verwenden und diese ebenfalls auf das Grundfutter abgestimmt, nach Bedarf zufüttern

 

 

Literaturhinweise:

 

[1] http://www.biologie-schule.de/immunsystem.php

[2] DVM Glenn Gamble, Wyoming Vets

[3] https://www.buecher.de/shop/immunsystem/veterinary-immunology-ebook-pdf/tizard-ian-r-/products_products/detail/prod_id/41206983/, Introduction

[4] http://www.thehorse.com/articles/36874/understanding-the-equine-immune-system

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2048756

[6] http://www.leading-medicine-guide.at/Medizinische-Fachartikel/Das-Lymphsystem-Aufbau-Funktionen-und-Erkrankungen, http://www.uni-saarland.de/fileadmin/user_upload/Campus/Forschung/forschungsmagazin/1999/1/Mokusales_Immunsystem.pdf

[7] Aus Artikel ‚Chronischer Stress schwächt das Immunsystem‘, Prof. Norbert Müller von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

[8] https://www.ddd.dk/sektioner/fagdyrl%C3%A6geforeninger/hest/opgaver/Documents/Lene%20Norman%20Vad.pdf 

[9] http://www.wildhorse.at/FeedingtheHoof_englisch.pdf

[10] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7495169

FERMENTIERTES - Altes Verfahren neu entdeckt

Fermentiertes – altes Verfahren, neu entdeckt

Das Fermentieren von Lebensmitteln ist keine Modeerscheinung, sondern eine alte Tradition, Lebensmittel natürlich haltbar zu machen. Im Fermentationsprozess entstehen auch auch viele nützliche Nebenprodukte entstehen, die die Verdaulichkeit der Lebensmittel und ihren Nährwert verbessern. (1)

Das Mirkobiom: das Universum in unserem Körper

Der Körper bietet vielen Mikroorganismen Lebensraum, die für unsere Gesundheit wichtig sind – dieses Mikrobiom ist so einmalig wie ein Fingerabruck. Eine Folge der modernen Lebensweise und Ernährung ist, dass die Vielfalt an Mikroorganismen in unserem Körper sich verkleinert. Studien weisen darauf hin, dass viele Menschen zu wenig nützliche Darmbakterien haben und dass sich dies wiederum auf unser psychisches und physisches Wohlbefinden auswirkt.

Die in den fermentiertenlebensmitteln wie Sauergemüse, Joghurt oder Kimchi enthaltenen Bakterien steigern den Nährgehalt der Ingredienzien.  Auf den Pflanzen befindliche, fermentaktive Mikoroorganismen (Milchsäure Bakterien, fermentaktive Hefe und Pilzarten etc.) leisten bei der Fermentation ganze Arbeit. Die Lebensmittel werden so ohne Konservierungsstoffe haltbar gemacht und außerdem entstehen während des Fermentationsprozesses

-          nützliche Darmbakterien, essenzielle Aminosäuren und nützliche Enzyme

-          Nährstoffe wie B-Vitamine, Biotin und Folsäure. (1)

-          eine verbesserte Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen (2)

-          kurzkettige Fettsäuren, die das Immunsystem stärken

 

Der Wert fermentierter Lebensmittel

 „In meinen Augen ist die Optimierung unserer Darmflora der erste Schritt, um unsere Gesundheit zu verbessern. Denn die Darmflora ist an den meisten Krankheiten beteiligt, ob akut oder chronisch. Schaut man sich neue Krankheitsstatistiken an, scheint es auf der Hand zu liegen, dass die meisten von uns eine ungesunde Darmflora haben und vom Verzehr fermentierter Lebensmittel profitieren könnten“, erläutert Dr. Joseph Mercola in seinem Artikel zum gesundheitlichen Wert von fermentierten Lebensmitteln. (3)

Es ist sinnvoll, die guten Mikroorganismen im Körper zu stärken, durch eine Ernährung aus qualitativ hochwertigen, frischen möglichst unbehandelten, ballastoffreichen Lebensmitteln. Ballaststoffe sind sehr wichtig, denn sie haben eine präbiotische Wirkung – nähren also die nützlichen Bakterien der Darmflora. Zur inneren Pflege des Darms und der Darmflora können zusätzlich fermentierte Lebensmittel gegessen werden.

 

Fermentierte Lebensmittel, ob Milchprodukte oder Gemüse, haben erwiesenermaßen zahlreiche positive Auswirkungen, darunter die folgenden:

  • Verbesserung des Nährstoffgehalts
  • Sanierung der normalen Darmflora bei einer Antibiotikabehandlung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Linderung der Symptome bei Laktoseintoleranz
  • reduziertes Risiko, sich mit krankmachenden Mikroorganismen anzustecken
  • hilft beim Abnehmen. Bestimmte Fermentationsprodukte wie Kimchi schützen bei Tieren nachweislich vor Übergewicht
  • weniger Verstopfung und Durchfall sowie Linderung von entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom und nekrotisierender Enterokolitis
  • Schutz vor Allergien bei Kindern und Linderung von Erdnussallergie, wenn die Probiotika mit der oralen Immuntherapie verabreicht werden (4)
  • antioxidative17 und entgiftende Wirkung (Kimchi). Auch Kombucha wirkt als Antioxidans – dank einer Substanz namens D-saccharic acid-1,4-lactone (5)
  • reduziertes Risiko für die Ansteckung mit Helicobacter pylori, das zu Geschwüren und chronischer Magenschleimhautentzündung führt
  • Linderung bei durchlässigen Darmwänden (beschädigte Darmwände, durch die unverdautes Essen und Giftstoffe in den Blutkreislauf gelangen, was zu einer überschießenden Immunreaktion führt)
  • weniger Infektionen des Urinal- und weiblichen Genitaltrakts
  • Linderung des Prämenstruellen Syndroms (PMS)
  • Linderung von Neurodermitis und geringeres Risiko, daran zu erkranken
  • reduziertes Risiko auf Diabetes Typ 1 und 2 (7)
  •  bessere psychische Gesundheit, Stimmungskontrolle und weniger Verhaltensauffälligkeiten
  • Linderung von autistischen Symptomen (8,9)
  • reduziertes Risiko für Erkrankungen des Gehirns, darunter Alzheimer

 

(1)    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2672.2006.02963.x/full

(2)    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22160449

(3)    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25672527

(4)    http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/dr-joseph-mercola/fermentierte-lebensmittel-gewinnen-an-beliebtheit-weil-immer-mehr-erkennen-wie-gesund-sie-sind.html

(5)   Journal of Allergy and Clinical Immunology 135 (3): 737–744

(6)   Journal of Medicinal Food 8(3):299–304

(7)   18 Nutrition 23(2):164–171

(8)   19 EASD, 22. September 2010, Präsentation

(9)   20 Scientific American, 14. August 2014

(10) 21 PLOS ONE, 9. Oktober 2013 [E-Publikation vor Druck]

 

Talent im Viereck - Madelaine Wienerroither

Madeleine Wienerroither und Showman

Geboren am 18.03.1992

Kommt aus Mondsee

Reitet seit ihrem 8. Lebensjahr

 

Absolvierte die Reiterpassprüfung erfolgreich im Alter von 9 Jahren und bekam dann ihr erstes Pferd mit 9, Fleur, eine Fuchsstute, ein ehemaliges Springpferd.

Mit 12 Jahren folgte die Reiternadel und anschließend, am 25.10.2006 wurde Showman gekauft.

 

Showman, geb. 2003, kam im Alter von 3 Jahren zu Madeleine. Auf Anraten der Züchterin wurde er nach Ingolstadt zu Renate Vogelsang in Beritt geschickt.

Nach seiner Rückkehr begann die, wie sich herausstellte, schwierige Trainersuche. Mehr oder weniger allein ritt Madeleine ihren Showman von der Klasse A bis L. Nach dem Motto: „Aller Anfang ist schwer“ startete auch ihre Turnierkarriere. Nicht vorwärts gehen, steigen, weglaufen, all das konnte „Showi“ nur zu gut. Als Madeleine es schon fast gut sein lassen wollte, funktionierte plötzlich fast alles. „Showi“ war motiviert, voll dabei, aber aufgrund der Anspannung doch nicht ganz fehlerfrei. Nichtsdestotrotz siegten sie in einer L-Dressur.

Mittlerweile trainieren Madeleine und „Showi“  seit einem halben Jahr bei Wolfang Rust.

 

Madeleine selbst sagt: „Wir haben so unglaublich viel gelernt und „Showi“ hat sich in der kurzen Zeit so verändert. Jeder der ihn kennt hat gesagt, dass er wie ausgewechselt ist. Er war immer ziemlich faul und hat keinen Schritt freiwillig gemacht! Mittlerweile hat er richtig Spaß am Arbeiten und man muss ihn eher bremsen, weil er so übereifrig ist!

Schon beeindruckend, was man durch ein richtiges Reiten beseitigen kann ;)“

 

Mittlerweile ist Showman 14 Jahre alt und bei all den Glücksmomenten und auch Enttäuschungen, die die beiden erlebt haben, haben sie sich gemeinsam von der Klasse lizenzfrei bis zur Klasse M entwickelt. Und der Start in die Klasse S ist auch für dieses Jahr geplant!

 

„Ich liebe dieses Pferd einfach. Wir aben schon viele Höhen und Tiefen durchgemacht, aber er ist einfach mein Ein und Alles und würde ihn um nichts auf der Welt jemals hergeben.“

Katze - wirklich ein Einzelgänger?

Katzen sind von Natur aus keineswegs Einzelgänger, sie werden vom Menschen dazu gemacht.  Die jahrelange Haltung einer Einzelkatze lässt sie nicht nur seelisch verkümmern, es führt auch dazu, dass diese Katzen ihr soziales Verhalten verlernen.

Eine spätere Zusammenführung kann für solche Samtpfoten sehr stressig bis unmöglich sein. Da Katzen, die jahrelang in Einzelhaltung gehalten werden die Kommunikation und den Umgang mit ihren Artgenossen verlernen, dauert die Zusammenführung im Regelfall sehr viel länger, als bei Katzen, die den Umgang mit Artgenossen gewohnt sind.  Sehr selten kann es sogar passieren, dass die Vergesellschaftung sogar unmöglich wird.  So entstehen „Einzelkatzen“, die dann auch als diese vermittelt werden müssen.

Der Kontakt zu Artgenossen ist ein Grundbedürfnis der Katze. Es spielt keine Rolle wie alt sie ist, ob sie als reine Wohnungskatze oder als Freigänger gehalten wird.  Ein samtpfotiger Freund gehört zur artgerechten Haltung der Katze dazu. Wer aus welchen Gründen auch immer nur eine einzelne Katze halten will oder kann, der sollte sich eine erwachsene Katze, die bereits lange an Einzelhaltung gewöhnt ist, suchen oder gänzlich von der Haltung sozialer Tiere wie Katzen absehen.

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der Mensch oder andere Haustiere ein Ersatz für den Katzenpartner sind. Um einer Einzelkatze auch nur ansatzweise gerecht werden zu können,  müsste der Mensch 24 Stunden am Tag mit der Katze spielen, sie putzen, mit ihr im Körbchen liegen und natürlich auch miauen, fauchen, brummen und schnurren können. Weiters sollte er auch mithilfe von Geruchspheromonen kommunizieren können.

 

Da weder der Mensch noch andere Haustiere, wie Hunde, Hamster, Kaninchen usw. diese Kommunikationswege beherrschen, sind sie alle wenig bis kein Ersatz für eine Partnerkatze.

Die Folgen der Einzelhaltung können sich sehr verschieden aufzeigen. Es  reicht von Hyperaktivität, aggressivem Verhalten, über Zerstörungswut bis hin zu Depression bei der Katze. Ist eine Katze zu lange als Einzelgänger unterwegs, verkümmert sie, sucht sie Ersatzbeschäftigungen und wird extrem anhänglich. Da sie keine Möglichkeit hat, sich artgerecht mit Artgenossen auszutauschen, zu spielen und zu kommunizieren, wird sie dazu übergehen den Menschen als Spielpartner anzusehen. Das kann zur Folge haben, dass er gekratzt, gebissen und spielerisch angegriffen wird. Wenn das nicht genug ist, kann es durchaus passieren, dass die Samtpfote ihren Frust an Möbeln, Tapeten und Gegenständen auslässt.

Die Einzelkatze wird ihren Menschen zu allen Tages- und Nachtzeiten zum Spielen auffordern. So kann es dazu kommen, dass der Halter genau dann zum Spielen aufgefordert wird, wenn er eigentlich schlafen möchte. Die Katze hält sich nicht an geregelte Zeiten, wenn sie der Drang zum Spielen überfällt.

 

„Echte“ Einzelkatzen

Trotz der Tatsache, dass Katzen keine Einzelgänger sind, gibt es sie. Die „echten“ Einzelkatzen. Katzen, die den Umgang mit Artgenossen über Jahre verlernt haben und nicht mehr in der Lage sind, sich wie eine Katze zu verhalten und zu kommunizieren. Sie haben großen Probleme und sind vollkommen überfordert, wenn man ihnen einen Artgenossen gegenüberstellt.

Da sich diese Entwicklung aber über Jahre zieht, betrifft dies nur ältere, erwachsene Katzen. Katzen, die jünger als 3 oder 4 Jahre sind, können durchaus noch vergesellschaftet werden und diese lernen den Umgang mit dem neuen Partner meist sehr schnell zu schätzen.

Echte Einzelkatzen entstehen erst durch die erzwungene Einsamkeit ohne Partnerkatze. Diese Samtpfoten müssen ihr Leben lang auf Kontakt zu Artgenossen verzichten, sie sind von ihrem Halter gezwungen, ein Leben zu führen, dass ihrer Natur widerspricht.

Solche Tiere, sind für Menschen, die sich aus diversen Gründen nur eine einzelne Katze wünschen, ein Kompromiss zwischen artgerechter Haltung und dem gänzlichen Verzicht auf die Haltung einer Katze. Will man also einer einzelnen Katze ein Zuhause schenken, so lohnt sich auf alle Fälle ein Gang ist Tierheim um sich eine erwachsene, ältere Katze zu suchen, die schon eine „echte“ Einzelkatze ist.

Trotzdem muss man in solchen Fällen bedenken, dass der Katze ausreichend Zeit gewidmet werden muss. Der Mensch ist der alleinige Partner zum Kuscheln und Spielen. Sie ist vollkommen abhängig von der Bindung zum Menschen und benötigt sehr viel Aufmerksamkeit und Zuspruch.

 

Galapo Equestrian Team

Galapo Probiotic Products unterstützt eine Gruppe von engagierten Reitern im Sport. Für die heurige Saison sind Starts in den verschiedensten Disziplinen von Dressur über Distanzrennen bis zum Springtunier und zur Führzügelklasse geplant. Wir wünschen viel Erfolg!

Mit deinem Hund in den Frühling

Fellwechsel ist jetzt angesagt! Dein Hund wechselt vom warmen Winterfell aufs luftigere Sommerfell. Bürste deinen Hund jetzt etwas häufiger, um die abgestorbenen Haare zu entfernen.

Wenn du deinen Hund zusätzlich zum Bürsten in der Zeit des Fellwechsels unterstützen möchtest, kannst du etwas Öl übers Futter gießen.

 

Gute Öle: Velcote, Lachs, Hanföl, Leinöl, Walnuss, Kürbiskern, Rapsöl.

Das ist gut für Haut und Fell und unterstützt natürlich auch den Fellwechsel.

Nach ca. 3 Wochen wird das Fell deutlich glänzender werden.

v  Zecken: Der Frühling ist leider auch Zeckenzeit. Besonders dann, wenn du einen langhaarigen oder dunklen Hund hast, suche ihn gründlich auf Zecken ab und entferne sie sofort. Zur Vorbeugung kannst du deinem Hund eine Bernsteinkette umhängen oder auch etwas Kokosfett in das Futter tun, bevor du zu giftigen Chemikalien greifst.

 

  • Langsamer Konditionsaufbau: Wenn sich dein Hund im Winter weniger bewegt hat, überanstrenge ihn jetzt nicht. Vor allem das Laufen am Fahrrad ist für die meisten Rassen nicht optimal.
  • Vorsicht giftig! Achte im Frühjahr auf giftige Pflanzen. Hierzu gehören fast alle Frühjahrsblüher. Im Zweifel halte deinen Hund davon ab, irgendetwas anderes als Gras zu fressen.
  • Auch Hunde können eine Pollenallergie haben. Wenn dein Hund sich nun vermehrt kratzt und häufiger niest, greife nicht gleich zu Flohmitteln. Anhand eines Bluttests kann eine Allergie festgestellt werden.
  • Schön, dass wieder Badesaison ist. Aber sei nett zu anderen Hundebesitzern: Wirf keine Stöckchen oder Bälle ins Wasser, wenn andere Hunde in der Nähe sind. Nicht jeder mag es, wenn du seinen Hund zum Schwimmen animierst. Außerdem gibt es unter Hunden oft Streit um die „Beute“.
  • Frühlingsliebe: Wenn du einen Schürzenjäger hast, achte darauf, dass er Hündinnen nicht übermäßig belästigt und/oder für Streit mit anderen Rüden sorgt. Denn die Frühlingssonne kurbelt auch die Hormone deines Hundes an.
  • Achtung, Insekten! Verbiete deinem Hund das Jagen von Wespen und Bienen. Wenn solche Insekten im Rachenraum zustechen, kann es bei deinem Hund zu Atemnot führen.

Anweiden aber richtig!

Der Schnee ist mittlerweile endlich geschmolzen und das junge Gras fängt schon zu sprießen an. Jeder der sein Pferd artgerecht hält, gönnt ihm täglichen Weidegang.

Für viele Pferdebesitzer stellen sich jetzt unter anderem die Fragen:

„Wie gewöhne ich mein Pferd schonend an das frische Gras?",

Wie vermeide ich Kotwasser, Durchfall, Kolik, Cushing, EMS oder gar Hufrehe?“

Im Winter haben viele Einstellbetriebe vermehrte Stallhaltung und somit wird es für die Pferdebesitzer noch schwieriger die Pferde langsam an das frische Weidegras zu gewöhnen. Meist sind die Koppeln bei Frühlingsmatschwetter ganz gesperrt, da die Pferde sonst die Grasnarben der Weiden zerstören.

Glücklich dürfen sich diejenigen schätzen, die die Pferdekoppeln ganzjährig benutzen dürfen, denn da weiden sich die Pferde selber schonend an.

Was aber wenn die Koppeln für mehrere Wochen gesperrt werden?

Wichtig ist, dass man sein Pferd langsam an das frische Gras gewöhnt  und sich Zeit lässt. Als Faustregel für den richtigen Anweide-Zeitpunkt bei Pferden gilt: „Bierflaschenhöhe“. Das heißt, wenn das Gras etwa 20 cm hoch gewachsen ist, sollte man die Pferde anweiden. Die Koppelsaison kann in der Regel Mitte April bis Anfang Mai eröffnet werden. Dieser Zeitpunkt kann sich – je nach Standort und Wetterlage – um einige Tage bis Wochen vor- oder zurückschieben.

Die Umstellung der rohfaserreichen Fütterung, ausschließlich Heu und Stroh im Winter, auf das frische junge Gras stellt die Verdauung ganz schön auf den Kopf.

Im frisch gewachsenen Gras sind viele wichtige Nährstoffe enthalten, vor allem aber Energie. 

Ein Pferd, das nur einmal pro Tag ein wenig geritten wird (1 bis 2 Stunden ausreiten), benötigt kaum Energie, sondern nur seinen Erhaltungsbedarf.

 

Als Vergleich: In karg bewachsenen Gegenden muss sich ein Pferd 16 bis 18 Stunden pro Tag kontinuierlich fortbewegen, um seinen Erhaltungsbedarf zu decken.

Auch rassebedingt birgt das Anweiden oft versteckte Gefahren.

Robuste Rassen wie Shetland Pony oder Islandpferd sind karge Gegenden gewöhnt und keine üppigen, saftig grüne Wiesen.

Diese sogenannten „Robustpferderassen“ benötigen von Natur aus weniger Energie, alles was über den Erhaltungsbedarf hinausgeht kann zu schlimmen Krankheiten (zB Hufrehe) führen. Die häufigste Ursache für eine Hufreheerkrankung ist eine Stoffwechselstörung.

Stärke (Kraftfutter) und Kohlenhydrate (zB Fructane) im Überfluss sind gefährlich für die Pferde.

Gefahr durch Fructane?

 

Fructane stecken vor allem in Gräsern und sind im Frühjahr und Herbst besonders hoch im Gras enthalten. Pflanzen speichern die Energie, die sie bei der Photosynthese gewinnen, in Form von Fruktanen. Das sind langkettige Zuckermoleküle, die den Dünndarm des Pferdes unverdaut passieren und dann im Dickdarm fermentiert werden. Durch diese Fermentation sinkt der pH-Wert im Darm drastisch ab. Dies führt zu einem Absterben der Darmbakterien. Hierbei werden Toxine (Gifte) gebildet, die über die Darmwand in die Blutbahn gelangen und die Gefäße schädigen.

Insbesondere in den Körperregionen, in denen sich die feinsten Blutgefäße befinden, ist der Schaden groß. Hierzu zählt auch die empfindliche Huflederhaut. Diese sensible Verbindung zwischen Hufbein und Hufkapsel wird angegriffen und es kommt zur gefürchteten Hufrehe. Viele Jahre galten hohe Eiweißgehalte im Futter als Hauptauslöser für die Hufrehe. Heute weiß man, dass es insbesondere Fruktane sind, die diese schlimme Krankheit verursachen. Besonders groß ist die Hufrehe-Gefahr für Pferde während der Anweide-Phase, denn im Frühjahr ist das Gras sehr fruktanreich.

Richtiges Anweiden

 

Auf die Frage, wie lange man ein Pferd im Frühjahr anweiden muss gibt es die verschiedensten Antworten. Meine Antwort ist: 15 bis 20 Minuten anweiden genügen am ersten Tag, auch wenn die Pferde nicht begeistert sein werden nach so kurzer Zeit wieder zurück in den Stall zu müssen. Außerdem ist es sinnvoll, die ersten Weidebesuche auf den Nachmittag zu verlegen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Fruktangehalt in den Gräsern geringer als in den Morgenstunden. In den ersten beiden Wochen des Anweidens im Frühjahr, kann man die Weidezeit jeden Tag um 15 bis 20 Minuten verlängern.

Nach dieser Anpassung sind dann auch zusätzliche kurze Phasen am Vormittag möglich. Anschließend kann in den nächsten ein bis zwei Wochen die Weidezeit am Nachmittag täglich um eine halbe Stunde ausgedehnt werden. Der Organismus braucht etwa vier Wochen für die Umstellung, danach können die Pferde problemlos über mehrere Stunden auf die Koppel.

Fütterung beim Anweiden des Pferdes

 

Um Darmproblemen wie Durchfall oder Koliken während des Anweidens zu vermeiden ist es empfehlenswert, die Pferde vor dem Weidegang ausreichend Heu fressen zu lassen. Das stillt den ersten Hunger und vermeidet, dass die Tiere zu gierig fressen. Des Weiteren ist bei der Fütterung während des Anweidens unbedingt darauf zu achten, dass das Kraftfutter nicht unmittelbar vor dem Weideaustrieb gefüttert wird.

 

Nach dem Koppelgang sollte erst Heu und anschließend Kraftfutter angeboten werden. Das junge Gras ist sehr faserarm, Pferde nehmen gerne zwischendurch etwas strukturiertes Futter auf. Eine Raufe mit Heu oder Stroh auf der Weide ist deswegen durchaus eine sinnvolle Investition. Nicht zu vergessen ist Wasser auf der Koppel. Gerade bei sehr warmen Temperaturen im Frühjahr, wenn die Tiere über mehrere Stunden auf der Weide sind, muss man auf eine ausreichende Wasserversorgung achten.

Um das Immunsystem, die Verdauung und die Atemwege in der Phase des Anweidens zu unterstützen, kann man zu diesem Zeitpunkt mit einer gezielten Kur mit Galapo Horse Gold weiterhelfen.

Galapo Horse Gold ist ein fermentiertes Pflanzen Tee-Konzentrat aus über 40 verschiedenen Kräutern, Obst und Gemüsen. In einem mehrstufigen Verfahren werden die wertvollen Ingredienzen schonend fermentiert und so ohne Zusatz von Konservierungsstoffen haltbar gemacht.

 

Wir verwenden gezielt Pflanzen, die in ihrem Urzustand reich an Antioxidantien und Bitterstoffen sind, wie Vitamin C, Betacarotin, Vitamin E, Flavonoide u.v.m. und legen Wert auf höchste Qualität. 

 

Zusammengefasst:

 

  • vor dem Weide-Gang dem Pferd genügend Heu zu fressen geben, denn wenn das Pferd bereits satt ist, stürzt es sich nicht so auf das frische Weidegras.
  • bitte vor dem Weide-Gang des Pferdes kein Kraftfutter füttern, denn ansonsten kann eine gefährliche Futtergärungen im Pferdekörper stattfinden und zu einer Kolik führen.
  • Ein Anzeichen für zu viel Eiweiß bei Pferden können angeschwollene Beine sein.
  • Gras weist im Frühjahr + Herbst einen deutlich höheren Nährstoffgehalt auf! Erhöhter Gehalt an Eiweiß und Kohlenhydraten (Fructane = Zucker). 
  • hoher Nährstoffgehalt stört das Gleichgewicht des Pferdedarms massiv.

  • Bei den kleinsten Anzeichen von Unwohlsein beim Pferd auf der Weide oder gar bei geschwollenen Beinen, nehmen Sie das Pferd bitte sofort wieder von der Weide.

  • mindestens 14 Tage Anweidezeit! Besser länger.

  • nicht gleich mehrere Stunden anfangs auf die Koppel
  • Kraftfuttermenge wieder reduzieren wenn die Pferde angeweidet sind und täglich zusätzlich frisches Gras zur Verfügung haben, erst im Hochsommer, wenn das Gras wieder weniger Nährstoffe hat, kann man überlegen wieder etwas mehr zu zufüttern.
  • Kräutermischungen und –säfte (Galapo Horse Gold& Galapo Horse Green) sind natürlich und helfen unterstützend.
  • Zwanzig Zentimeter hohes Gras ist der ideale Zeitpunkt um endlich die Pferde auf die Weide zu lassen. Das Gras ist schon etwas älter und somit eiweißärmer und rohfaserreicher.

 

Fitness für Hund & Mensch

Wenn die Tage endlich länger werden, haben wir wieder mehr Energie. Sport steht für viele am Programm. Der innere Schweinehund bleibt zu Hause und unser geliebter Vierbeiner begleitet uns dafür gerne bei der Umsetzung unserer guten Vorsätze. Neben Spaziergängen und Wanderungen ist für viele sportliche Hundebesitzer der Hund ein Trainingspartner vor allem für Ausdauersportarten. Vom Joggen über Northern Walking, Radfahren oder Rollerbladen darf alles dabei sein - gemeinsam Bewegung machen macht Spass. 

Langsam anfangen

Mensch wie Tier haben über die Wintermonate schon aufgrund der kürzeren Tage zurückgeschalten. Darum ist es sinnvoll das Training langsam zu steigern – für beide. Auch gilt es zu beachten, ob beim Hund vielleicht körperliche Einschränkungen vorhanden sind, nicht jeder Hund hält eine starke körperliche Belastung aus. Welches Training geeignet ist, hängt auch von der Hunderasse ab. Große schwere Rassen sind weniger für ambitionierte Langstrecken Läufe geeignet bei denen der hochbeinige Jagdhund hingegen seinen Besitzer leicht in den Schatten stellt. Beim Radfahren und Rollerbladen ist auf die Bodenbeschaffenheit zu achten, schnell sind die Hundepfoten am Asphalt wund gelaufen.

Auf das wie und wann kommt’s an

Aufwärmen ist auch für Hunde wichtig vor allem bei den sehr temperamentvollen Vertretern, die am liebsten gleich voll losdüsen. Ebenso spielt die Außentemperaturen eine Rolle. Vielen Hunderassen kommt die frische Vorfühlingsluft entgegen, wenn es wärmer wird ist bei Malamut, Labrador und Co die Wahl der richtigen Tageszeit wichtig.  Der Hund sollte auch über einen guten grundgehorsam verfügen, so dass er angenehm an der Leine oder gut abrufbar frei mit läuft, je nach Umständen. Auch frisches Wasser für den Vierbeiner sollte immer dabei sein.

Aktive Lebewesen brauchen hochwertige Nahrung

Für alle gilt - du bist was du isst. Sportlich aktive Menschen denken oft viel über ihre Ernährung nach und sollten das auch bei ihren Vierbeinern tun. Angemessen an das Bewegungspensum ist die Futterration zusammenzustellen. Egal welche Fütterungsform - der Hund muss bei erhöhter Aktivität sein Gewicht im Normalbereich halten. Gleichzeitig muss die Mehrbelastung ausgeglichen werden - das hängt natürlich stark davon ab, welches Trainingspensum der Hund absolviert - eine individuelle Zusammenstellung ist auf jeden Fall sinnvoll.

Auch spielt der Fütterungszeitpunkt in der Trainingsroutine eine Rolle – zwischen Trainingsheinheit und Fütterung soll mindestens eine Stunde Pause liegen, besser noch mehr. Direkt nach dem Training ist es auch nicht sinnvoll den Magen zu belasten. Braucht der Hund Stärkung, vielleicht auch kältebedingt – kann zum Beispiel eine ungewürzte klare Brühe verabreicht werden.

Ist das Programm ambitioniert, müssen Leistungspitzen ausgeglichen werden und auch die Vitamin- und Mineralstoffversorgung muss gewährleistet sein. Insbesondere bei Stress durch Wettbewerbe oder Ortswechsel u. ä. fordern Immunsystem und Verdauung. Das Futter muss leicht verdaulich sein und bei Ausdauersportarten ist es wichtig, dass der Fettanteil im Futter hoch genug ist. Die Versorgung des Hundes mit ungesättigten Fettsäuren ist bereits für den normal aktiven Hund wichtig, für den sportlich aktiven ist sie sehr wichtig. Es macht in jedem Fall Sinn, bei ernsthaften sportlichen Aktivitäten den Rat eines Tierarztes oder einer Futterberaterin hinzuzuziehen um das Futter optimal zusammenzustellen.

 

Unterstützung mit Galapo Produkten für den sportlichen Hund

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Abweiden - so geht's richtig

Der Spätsommer hat dieses Jahr schnell in herbstliche Temperaturen umgeschlagen. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich noch viele Pferde auf den Weiden – doch gerade im Herbst gilt es ähnliche Regeln zu beachten, wie im Frühjahr. Mit dem richtigen Weidemanagement schont man seine Weiden und die Pferde. Denn wie auch im Frühling, darf die Umstellung von reiner Gras auf reine Heufütterung nicht abrupt erfolgen. Der Pferdedarm ist empfindlich auf Futterumstellung und muss sich langsam an die höheren Rauhfuttermengen gewöhnen.

 

  • Pferde sind vor dem Weidegang mit Heu zu versorgen, werden Pferde von reiner Grashaltung umgestellt, schafft man diesen Übergang mit langsamen anfüttern von steigenden Heumengen
  • Pferde erst auf die Grünflächen lassen, wenn der Tau getrocknet ist und vor Sonnenuntergang runterholen
  •  Die reduzierte Weidezeit wird zur Heu-Zeit

So werden die Weideflächen geschont ebenso wie die aufgrund der erhöhten Fruktangehalte weniger geeigneten Gräser vermieden.

Im Idealfall wurde eine Weide als Herbstweide vorbereitet, das heißt diese hat noch einen guten Gräserstand. Solch eine Weide kann in kleinen Gruppen, parzelliert gleichmässig abgweidet werden.

 

Bei Regen sind Grünflächen in der kühlen Jahreszeit schonend zu beweiden, da die Gräser wesentlich langsamer nachwachsen und so die Flächen rascher abgegrast werden. Geringe Bestandsdichte auf großen Flächen sind hier von Vorteil.
Fallobstwiesen müssen vom Obst ‚befreit‘ werden. Regelmäßiges Absammeln ist notwendig, insbesondere wenn bereits Nachtfrost auftritt.

 

Die Umstellung von Grün- auf Rauhfutter bringt auch eine Veränderung der Nährstoffzusammensetzung mit sich. Zum Beispiel fehlen die wertvollen Omega 3 Fettsäuren aus dem Futter. Diese können mit der Gabe von Saaten wie etwas Leinsamen ersetzt werden. Auch beim Mineralfutter sind Anpassungen vorzunehmen, je nachdem, welches Krippenfutter beigeben wird. Es ist nicht sinnvoll, das ganze Jahr ungeachtet dessen, ob die Pferde vermehrt Heu oder Gras fressen dasselbe Mineralfutter zu verwenden. Wenn ihr zum Thema Abweiden und Fütterung Fragen habt,  könnt ihr uns gerne eine Email schreiben!

Schulbeginn: So unterstütze ich das Immunsystem meines Kindes

'Der Winter kommt' - doch mit der richtigen Strategie müssen sich die Schnupfenviren warm anziehen. So starten Kinder fit ins neue Schuljahr

 

Jedes Kinderleben ist von einem einschneidenden Ereignis geprägt: Ferienende und Schulanfang. Adieu Laissez faire und hallo Lehrplan. Eine sehr aufregende Zeit für Kinder und Eltern beginnt. Ob erster Schultag, neue Klassenkollegen und Lehrer oder gar eine neue Schule - in jedem Fall hat diese Zeit ihre Auswirkung auf die Kinder. Dazu kommt oft das schon recht herbstliche Wetter mit Regen und kühleren Temperaturen.

 

 

 

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FERMENTIERTES - Altes Verfahren neu entdeckt

Fermentiertes – altes Verfahren, neu entdeckt

Das Fermentieren von Lebensmitteln ist keine Modeerscheinung, sondern eine alte Tradition, Lebensmittel natürlich haltbar zu machen. Im Fermentationsprozess entstehen auch auch viele nützliche Nebenprodukte entstehen, die die Verdaulichkeit der Lebensmittel und ihren Nährwert verbessern. (1)

Das Mirkobiom: das Universum in unserem Körper

Der Körper bietet vielen Mikroorganismen Lebensraum, die für unsere Gesundheit wichtig sind – dieses Mikrobiom ist so einmalig wie ein Fingerabruck. Eine Folge der modernen Lebensweise und Ernährung ist, dass die Vielfalt an Mikroorganismen in unserem Körper sich verkleinert. Studien weisen darauf hin, dass viele Menschen zu wenig nützliche Darmbakterien haben und dass sich dies wiederum auf unser psychisches und physisches Wohlbefinden auswirkt.

Die in den fermentiertenlebensmitteln wie Sauergemüse, Joghurt oder Kimchi enthaltenen Bakterien steigern den Nährgehalt der Ingredienzien.  Auf den Pflanzen befindliche, fermentaktive Mikoroorganismen (Milchsäure Bakterien, fermentaktive Hefe und Pilzarten etc.) leisten bei der Fermentation ganze Arbeit. Die Lebensmittel werden so ohne Konservierungsstoffe haltbar gemacht und außerdem entstehen während des Fermentationsprozesses

-          nützliche Darmbakterien, essenzielle Aminosäuren und nützliche Enzyme

-          Nährstoffe wie B-Vitamine, Biotin und Folsäure. (1)

-          eine verbesserte Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen (2)

-          kurzkettige Fettsäuren, die das Immunsystem stärken

 

Der Wert fermentierter Lebensmittel

 „In meinen Augen ist die Optimierung unserer Darmflora der erste Schritt, um unsere Gesundheit zu verbessern. Denn die Darmflora ist an den meisten Krankheiten beteiligt, ob akut oder chronisch. Schaut man sich neue Krankheitsstatistiken an, scheint es auf der Hand zu liegen, dass die meisten von uns eine ungesunde Darmflora haben und vom Verzehr fermentierter Lebensmittel profitieren könnten“, erläutert Dr. Joseph Mercola in seinem Artikel zum gesundheitlichen Wert von fermentierten Lebensmitteln. (3)

Es ist sinnvoll, die guten Mikroorganismen im Körper zu stärken, durch eine Ernährung aus qualitativ hochwertigen, frischen möglichst unbehandelten, ballastoffreichen Lebensmitteln. Ballaststoffe sind sehr wichtig, denn sie haben eine präbiotische Wirkung – nähren also die nützlichen Bakterien der Darmflora. Zur inneren Pflege des Darms und der Darmflora können zusätzlich fermentierte Lebensmittel gegessen werden.

 

Fermentierte Lebensmittel, ob Milchprodukte oder Gemüse, haben erwiesenermaßen zahlreiche positive Auswirkungen, darunter die folgenden:

  • Verbesserung des Nährstoffgehalts
  • Sanierung der normalen Darmflora bei einer Antibiotikabehandlung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Linderung der Symptome bei Laktoseintoleranz
  • reduziertes Risiko, sich mit krankmachenden Mikroorganismen anzustecken
  • hilft beim Abnehmen. Bestimmte Fermentationsprodukte wie Kimchi schützen bei Tieren nachweislich vor Übergewicht
  • weniger Verstopfung und Durchfall sowie Linderung von entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom und nekrotisierender Enterokolitis
  • Schutz vor Allergien bei Kindern und Linderung von Erdnussallergie, wenn die Probiotika mit der oralen Immuntherapie verabreicht werden (4)
  • antioxidative17 und entgiftende Wirkung (Kimchi). Auch Kombucha wirkt als Antioxidans – dank einer Substanz namens D-saccharic acid-1,4-lactone (5)
  • reduziertes Risiko für die Ansteckung mit Helicobacter pylori, das zu Geschwüren und chronischer Magenschleimhautentzündung führt
  • Linderung bei durchlässigen Darmwänden (beschädigte Darmwände, durch die unverdautes Essen und Giftstoffe in den Blutkreislauf gelangen, was zu einer überschießenden Immunreaktion führt)
  • weniger Infektionen des Urinal- und weiblichen Genitaltrakts
  • Linderung des Prämenstruellen Syndroms (PMS)
  • Linderung von Neurodermitis und geringeres Risiko, daran zu erkranken
  • reduziertes Risiko auf Diabetes Typ 1 und 2 (7)
  •  bessere psychische Gesundheit, Stimmungskontrolle und weniger Verhaltensauffälligkeiten
  • Linderung von autistischen Symptomen (8,9)
  • reduziertes Risiko für Erkrankungen des Gehirns, darunter Alzheimer

 

(1)    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2672.2006.02963.x/full

(2)    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22160449

(3)    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25672527

(4)    http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/dr-joseph-mercola/fermentierte-lebensmittel-gewinnen-an-beliebtheit-weil-immer-mehr-erkennen-wie-gesund-sie-sind.html

(5)   Journal of Allergy and Clinical Immunology 135 (3): 737–744

(6)   Journal of Medicinal Food 8(3):299–304

(7)   18 Nutrition 23(2):164–171

(8)   19 EASD, 22. September 2010, Präsentation

(9)   20 Scientific American, 14. August 2014

(10) 21 PLOS ONE, 9. Oktober 2013 [E-Publikation vor Druck]

 

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